SONDERAUSSTELLUNG

07. Juni 2010 - 15. Oktober 2010
01. Dezember 2010 - 14. April 2011
"TASCHEN, TÄSCHCHEN -- VERGESSENE KOSTBARKEITEN"
Zu einer Damengarderobe gehörte früher immer auch eine oft in kunstvoller Handarbeit hergestellte Tasche. Die dekorative Funktion der Tasche stand im Vordergrund, doch sie bot auch Platz für die nötigsten Kleinigkeiten.
Selbstverständlich fand die Damentasche auch in der Puppengarderobe ihre Nach-ahmung, in miniaturisierter Form gab es sie in vielfältiger Ausführung.

Da Taschen sowohl für alltägliche wie für festliche Gelegenheiten gebraucht wurden, gab es sie in allen möglichen Grössen und Ausführungen, in einfachen und exklusiven Materialien, so aus bearbeiteten Textilien, Metallgeflechten, Silber, Leder, u.s.w.
In der Ausstellung sind über 300 Exponate zu sehen, von etwa 1830-1930, alle in bestmöglichem Zustand.



Kurzbeschreibung der hauptsächlichsten Taschen-Typen:
Textile Stickereien waren die älteste und am weitesten verbreitete Art, Beutel zu veschönern. Auf die Spitze getrieben wurde die Stickerei in der "Petit Point Technik", wo Stichzahlen von bis zu 440 Stiche pro cm2 möglich waren.

Eine ganz andere Wirkung erzielten die Taschen mit Perlenstickerei. Hier waren Perlengrössen mit einem Durchmesser von weniger als 1 mm durchaus üblich. Man verwendete Glas- und Metallperlen oder Kombinationen davon. Der Taschenbügel, oft auch aus Silber und mit Schmucksteinen verziert, war ein entscheidendes Element jeder Tasche.

Eine ganz neue Dimension waren "Mesh"-Taschen aus Metallgeflechten (Maschen, Ringe, Plättchen) deren industrielle Fertigung in den USA ab 1910 möglich wurde. Florale und geometrische Muster waren Mode, sie konnten auch in Heimarbeit selber hergestellt werden. Als Materialien dienten Neusilber, polierter Stahl, Echtsilber oder 14Kt Gold. Emaillierte Plättchen eigneten sich besonders für den Art Deco Stil, der Taschenbügel hatte auch hier grosse dekorative Bedeutung.

Für den täglichen, robusten Gebrauch war die Ledertasche nicht zu ersetzen, es gab sie für jeden Verwendungszweck in jeder Ausführung. Mit Bakelit und Vinyl kamen ab den 30er Jahren auch die ersten Kunststoffe hinzu.

Puppentäschchen: In miniaturisierter Ausführung waren sie das Abbild der realen Welt und wichtiges Zubehör für die elegante Spielzeugpuppe. Auch für die früheren Barbies war eine zum Kleid passende Tasche unerlässlich.



Öffnungszeiten:
Sonntag bis Freitag 14 – 18 Uhr
Montag geöffnet !
Samstag geschlossen
 
Eintrittspreise:
Erwachsene CHF 6.- (Euro 4.-)
Kinder bis 12 Jahre CHF 3.- (Euro 2.-)
Führungen auf Anfrage


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