Sonderausstellung vom
01. Juni 2009– 15. Oktober 2009
01. Dezember 2009– 15. April 2010

"DER BAHNHOF"
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts, lange bevor die heutigen Verkehrsmittel auf der Strasse und in der Luft die Oberhand gewannen, war die Eisenbahn das bedeutendste Fortbewegungs- und Transportmittel. Ausgangspunkt war die industrielle Revolution, welche 1825 zur ersten Eisenbahnlinie in England führte. Die Entwicklung war unaufhaltsam, sie breitete sich in ganz Europa und Amerika aus, wobei sich im dicht besiedelten Europa ein ungleich komplexeres und variantenreicheres Eisenbahnnetz entwickelte.
Mit der Eisenbahn kam auch der Bahnhof, der wie folgt definiert werden kann:
Umgangssprachlich ist ein Bahnhof eine Anlage, an der Reisende Züge besteigen oder verlassen dürfen, Güter auf Züge ver- oder von diesen entladen oder Züge neu zusammengestellt oder umgruppiert werden. Oft wird unter Bahnhof nur das Bahnhofsgebäude gemeint, „man trifft sich beim Bahnhof“ oder „man geht auf den Bahnhof, um eine Zeitung zu kaufen“.
Damit ist gesagt, dass der Bahnhof im Laufe der Zeit viele Funktionen übernommen hat, die mit dem Betrieb der Eisenbahn nicht immer zu tun haben. In vielen Ländern wurde der zentral gelegene Bahnhof zu einem wichtigen gesellschaftlichen Treffpunkt von Leuten, die weder verreisten noch angekommen waren; am Bahnhof war immer viel zu sehen, die Züge vermittelten ein Gefühl des Reisens, des Fremden, im Unterbewusstsein wurde die Lust geweckt, in die weite Welt hinauszufahren.
Grössere und grosse Bahnhöfe können spezielle Zusatzbezeichnungen haben, die ihre Bedeutung hervorheben (Hauptbahnhof, Zentralbahnhof), oder ihre Namen haben mit ihrer Lage in der Stadt zu tun (Waterloo-Station, Paris-Nord) oder sie umschreiben ihre Funktionsweise (Kopfbahnhof, Güterbahnhof). Die allermeisten Bahnhöfe sind jedoch gewöhnliche Durchgansbahnhöfe, die kleinste Einheit eines Bahnhofs ist die Haltestelle mit Bahnsteig aber ohne eigentliches Betriebsgebäude.
Unsere Sonderausstellung
"WELT DER SPIELZEUGBAHNHÖFE"
Die Ausstellung beschränkt sich auf den Zeitraum von etwa 1928 bis 1958, es war also nicht mehr die Zeit der grossen Prunkbahnhöfe der Jahrhundertwende, es war die Zeit, wo Bahnhöfe zweckdienlicher gebaut wurden, denn es fehlte an Platz in den wachsenden Städten und die Bahn wurde vermehrt durch die Strasse konkurrenziert. Viele Bahnhöfe, vor allem auch solche, die durch den Krieg zerstört worden waren, wurden verlegt oder baulich und betrieblich neu organisiert, Kopfbahnhöfe wurden nach Möglichkeit beseitigt. Auch setzte sich in den neueren Bahnhöfen eine zweckorientierte Architektur durch, die romantischen, monumentalen Bahnhofsbauten waren Vergangenheit.
In unserer Ausstellung sehen Sie in 18 Vitrinen rund 130 Bahnhöfe, dazu eine Unzahl von Nebengebäuden, Wärterhäuschen, Fahrplantafeln, Kioske, Buffets u.s.w. sowie viele Figuren, die die Bahnhöfe beleben.
Folgende Hersteller sind vertreten: Kibri, Märklin, Bub, Faller, RS, Creglinger, Stricker und Buco.
Eine umfangreiche Dokumentation zum Thema “Bahnhof“ liegt im Museumskaffee auf.

Öffnungszeiten:
Sonntag bis Freitag 14 – 18 Uhr
Montag geöffnet !
Samstag geschlossen
Eintrittspreise:
Erwachsene CHF 6.- (Euro 4.-)
Kinder bis 12 Jahre CHF 3.- (Euro 2.-)
Führungen auf Anfrage

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Lageplan